Rezension: Das grüne Rollo

 

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Das grüne Rollo; Hermann Steinfest

Piper Verlag, 2016

Hardcover: 20€               Taschenbuch: 10€

Genre: Roman

Inhalt

Mit einem Ratsch ist es plötzlich da. Vor Theos Fenster bläht sich im Mondlicht ein grünes Rollo. Tagsüber verschwindet es, aber von nun an entrollt es sich jede Nacht um exakt dieselbe Zeit. Der Zehnjährige ist sich sicher, dass drüben, auf der anderen Seite des Rollos, eine eigene Welt existiert. Nach schlaflosen Nächten fasst er sich ein Herz und beschließt, in jene andere Sphäre hinüberzusteigen. Dort erwartet ihn etwas, was er nie erwartet hätte. Nach einem Abenteuer auf der anderen Seite kehrt er wieder in seine Welt zurück und das Rollo verschwindet….

40 Jahre später hat Theo das gesamte Erlebnis als Einbildung seiner kindlichen Fantasie abgetan und lebt einfach sein Leben. Bis das Rollo wieder auftaucht und es ihn abermals auf die andere Seite zieht….

Meinung

Am Anfang ist Theo 10 Jahre alt, einfach ein normaler Junge mit vielleicht etwas seltsamen Eltern. Auf einmal taucht in ihrem Rollo- und Vorhänge-freiem Zuhause ein Rollo auf, direkt an Theos Fenster. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich mir: „Cool, was passiert jetzt und ws ist hinter dem Rollo?“ Doch ich wurde enttäuscht. Erst kommt noch das Geplänkel über Theos Familie und seine vergeblichen Versuche, dass Rollo loszuwerden. Irgendwann -endlich- kommt Theo dann auf die andere Seite dieses Stoffrollos -auch Greenland genannt-, aber ein Ziel, was er dort machen soll, hat er nicht. Da war meiner Meinung nach schon der erste Fehler im Plot. Der Junge steigt einfach ohne Plan durch ein Rollo und dann muss er auf einmal ein fremdes Mädchen retten. Allerdings erfährt man im gesamten Buch nicht -oder nicht offensichtlich genug- wie sowohl Theo, als auch das Mädchen überhaupt aussehen. Theo kehrt dann irgendwann wieder in seine Welt zurück. Da fand ich das Buch noch in Ordnung, nicht besonders berauschend, aber gut genug, um weiter zu lesen.

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Die zweite Hälfte des Buches spielt 40 Jahre später. Am Anfang des zweiten Teils wird 50 -!!!- Seiten lang beschrieben, was in diesen 40 Jahren passiert ist, aber all das ist nicht wirklich wichtig für den Fortgang der Geschichte. Dann taucht das Rollo wieder auf, wie man schon dem Klappentext entnehmen konnte. Theo geht wieder rüber nach Greenland und muss -jedenfalls scheint es anfangs so- ein neues -oder auch schon altbekanntes- Abenteuer in einer leicht veränderten Umgebung bestehen. Das Ende hat mich ehrlich gesagt, ziemich enttäuscht. Wieder geht derselbe Junge grundlos -diesmal nicht freiwillig- hinter das Rollo, aber das ganz zufällig genau zur richtigen Zeit. Als er herausfindet, warum er dort ist, ist er nicht wirklich geschockt oder so, sondern insgesamte relativ gefühlsneutral. So wie eigentlich die ganze Zeit.

Und dann der Epilog: Ich hatte das Buch praktisch fertig gelesen und mich damit abgefunden, wie das alles mit unserer Welt in 2050 und Greenland zusammen hängt und dann wird im Epilog noch einmal alles, die gesamte Geschichte, auf den Kopf gestellt. Anstatt einer für einen Epilog typischen Schlussszene bekam die Handlung einen komplett anderen Sinn, was dann nochmal ziemlich Minuspunkte bei mir einbrachte 😕

Fazit

Eine nette Grundidee, aber schlecht ausgebaut. => 💧💧

Ich möchte trotz allem dem Piper Verlag für das Rezensionsexemplar danken 🙂

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