Buchige Veränderungen

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Vor etwa einem Jahr, als ich noch kein Bookstagram hatte und noch nicht gebloggt habe, war mein Leseverhalten noch völlig anders.
Um die literatischen Veränderungen, durch die ich seitdem gegangen bin, festzuhalten, werde ich jetzt in diesem Beitrag ein wenig darüber reden.

Ich achte mehr auf Qualität

Früher habe ich zum Großteil Bücher aus der Stadtbibliothek gelesen, wobei mir die Qualität des Buches wesentlich egaler war als sie es jetzt ist, da ich halt nehmen musste, was da war.
Rückblickend habe ich damals ziemlichen Schotter gelesen, die Bücher waren oftmals sowohl schlecht geschrieben als auch mit zahlreichen Plotholes ausgestatt. Wenn man beim Lesen gar nicht auf so etwas achtet, stört es einen nicht, wie ich an mir selbst erfahren habe, jedoch würde ich viele dieser Bücher jetzt nach ein paar Seiten abbrechen.

Ich lese mehr aktuelle Bücher

Unsere Stadtbibliothek ist die warscheinlich unaktuellste in ganz München und so waren die neuesten Bücher immer mindestens ein Jahr alt, außer in ganz vereinzelten Fällen. Das hat mich jedoch nie gestört und ich habe alles kreuz und quer gelesen, von 1990 bis 2015…
Erst mit Bookstagram kam ich immer auf den neuesten Stand, was Bücher anging und begann, nach neueren Büchern in der Stadtbibliothek Ausschau zu halten, woraufhin ich erst unsere schlechte Ausstattung bemerkte.

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Ich habe meine Lieblingsautoren und -genres

Wenn ich ein gutes Buch gelesen hatte, habe ich natürlich Ausschau nach ein paar anderen Büchern des Autoren gehalten, aber nicht angestrengt nach ihnen gesucht, wie ich es jetzt tue.Trotzdem habe ich in meiner Bibliotheks-Zeit, wie ich sie hier liebevoll nennen kann, einige großartige Autoren entdeckt, die ich noch heute lese. Dazu gehören beispielsweise Kai Meyer, Nina Blazon und Kerstin Gier…
Früher habe ich auch ziemlich kreuz und quer aus allen Genres gelesen, was ich teilweise immer noch tue, jedoch habe ich inzwischen meine Lieblingsgenres. Beispielsweise lese ich sehr viele Dystopien und mehr High Fantasy. Auch an Liebesromanen habe ich inzwischen meine Freude, im Gegensatz zu früher.

Ich habe mehr dieses Feeling beim Lesen

Wenn man genau darauf achtet, hat man beim Lesen eines jeden Buches ein einzigartiges Gefühl (außer es ist seeeeehr schlecht), dass man nur durch das Lesen dieses einen Buches erzeugen kann. Dies ist mir erst im Sommer aufgefallen und seither genieße ich diese Gefühle in vollen Zügen.

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Ich lese leidenschaftlicher

Wenn ich mich abends mit einem guten Buch ins Bett lege, zünde ich oft Duftkerzen an oder höre beim Lesen Musik, sodass es wirklich zu einem Highlight des Tages wird. Was füher nur so eine Nebenher-Aktivität war, ist inzwischen ein wunderschönes Hobby, das mich auch immer wieder neu inspiriert und mir an schlechten Tagen neue Kraft verleiht.

Ich lese mehr

Diese Veränderung ist wohl die auffälligste aus dieser Liste. In der Grundschule habe ich ziemlich viel gelesen, danach hatte ich plötzlich viel wichtigere Hobbies und habe vielleicht noch eine Viertelstunde pro Tag gelesen, oder sogar weniger.
Als ich Januar 2016 mit Bookstagram angefangen habe, habe ich das Lesen jedoch wieder sehr in meinen Alltag integriert und jetzt lese ich oft sogar durchschnittlich eine Stunde täglich.

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Geht doch einmal in euch und denkt nach. Haben eure Lesegewohnheiten sich innerhalb einer gar nicht so langen Zeit auch so stark geändert? Wenn ja, wie?
Hinterlasst gerne einen Kommentar und sagt doch mal, ob euch mehr Beiträge in dieser Richtung interessieren würden.

Machts gut, ihr Lieben ❤
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Ein Gedanke zu “Buchige Veränderungen

  1. Bookpalast schreibt:

    Ich habe auch im Januar 2016 angefangen zu bloggen und merke mir selbst an, dass Dinge, die mich früher gar nicht gestört haben, oder die ich einfach ignoriert habe, plötzlich wichtig wurden und es mich mittlerweile massiv stört, wenn ein Protagonist sich total dämlich verhält.
    Bei den Kinderbüchern ist es ja sehr oft so, dass die Autoren dir Werte vermitteln wollen und das hat man meistens nicht bemerkt, oder es einfach hingenommen.
    Wenn ich so mein Regal betrachte, sticht mir gerade die „39 Zeichen“-Reihe (12 Bände), die ich so mit 12, 13 gelesen habe.
    Sehr auffällig ist, dass die verschiedenen Bände von unterschiedlichen Autoren geschrieben wurden! Ja, es kommt mal vor, dass einer z.B. den 2. und den 7. Teil schreibt, aber die meisten haben nur einen. Dementsprechend muss der Schreibstil doch total unterschiedlich von Buch zu Buch sein, aber ich kann mich nicht erinnern, dass mich das damals gestört hat. Ich fand es zwar merkwürdig, dass es mehrere Autoren waren, aber gut, wusste aber nicht, dass so etwas eine Seltenheit ist.
    Das zweite Auffällige ist, dass die Autoren den Lesern so viel Hintergrundwissen wie möglich in die Köpfe stopfen wollten. Es gab so einen super-schlauen Charakter, der zu allem ein Referat gehalten hatte und deshalb auf die Minute genau weiß, wann Mozart geboren wurde und die Rätsel waren überhaupt nur mit totaler Genialität und eben diesem Background-Wissen zu meistern. Das gehörte eben einfach zum Buch dazu und wurde registriert und vielleicht sind sogar noch Reste in den Gehirnwindungen hängengeblieben. So gesehen war das eine gute Sache, aber wenn ich solche Bücher heute lesen würde, würde es mich stören, weil die Autoren nun mal Autoren sind und keine Geschichtslehrer!

    Vor allem hat sich dahingehend etwas verändert, dass man jetzt mehrere teil sehr unterschiedliche Meinungen zu ein und demselben Buch mibekommt, während ich zumindest das Buch zugeklappt, es abgehakt und mir ein neues gesucht habe.

    LG Johanna

    Gefällt 1 Person

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